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Dienstag, 14. Dezember 2010

Erneuerbare Energien


Elektrischen Strom kann man im Prinzip aus jeder Art von Energie herstellen, am einfachsten mit solchen Energieformen, die sich leicht in eine Drehbewegung umwandeln lassen. Die verbreitetste Methode dabei ist, mit Hilfe des primären Energieträgers (Kohle, Öl, Uran...) Wärme zu erzeugen, mit der man Wasser erhitzt und mit dem so erzeugten Dampf Dampfturbinen anzutreiben. Diese drehen dann wieder die Dynamos oder Generatoren, die Strom erzeugen.
Heute werden solche Wärmekraftwerke vor allem mit den fossilen Energieträgern Kohle, Erdöl und Erdgas betrieben. Deren Vorkommen sind nach allem, was wir bisher darüber wissen, begrenzt und gehen irgendwann einmal zu Ende. Auch das in den sowieso inakzeptablen Atomkraftwerken verwendete Uran ist nicht unbegrenzt vorhanden.
Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, Energiequellen zu nutzen, die sich nicht erschöpfen: Wind, Wasser und Biomasse erneuern sich ständig solange die Sonne auf diesen Planeten scheint. Je eher wir daher von fossilen Energieträgern unabhängig werden, desto besser ist es.
Ein großer Vorteil der Erneuerbaren Energiequellen ist, dass sie praktisch überall vorhanden sind und sich auch in kleinem Maßstab nutzen lassen: Auch ein kleines Fließgewässer lässt sich zum Beispiel von einer Kommune zur Stromerzeugung heranziehen und Wind- und Sonnenenergie können sogar von privaten Haushalten nutzen.
Ein eigenes kleines Kraftwerk kostet zwar zunächst Geld, amortisiert sich jedoch auf die Dauer, da es erheblich Stromkosten einsparen kann. Wer nicht die Möglichkeit hat, seine eigene Sonnen- oder Windenergieanlage zu betreiben, kann jedoch trotzdem Geld für elektrischen Strom einsparen und das sogar ganz ohne dafür zunächst etwas zu investieren: Ganz einfach, indem er von der seit einigen Jahren bestehenden Möglichkeit Gebrauch macht, sich von seinen lokalen Stadtwerken zu verabschieden und sich einen günstigeren Energieversorger sucht. Das eingesparte Geld kann man dann zum Beispiel in Anteile an Windkraftfonds investieren und so nicht nur die Nutzung erneuerbarer Energien fördern, sondern auch noch eine hübsche Rendite erzielen.
Ob und wieviel man an seinem jeweiligen Wohnort durch den Wechsel seines Stromanbieters einsparen kann, lässt sich mit diesem Tarifrechner feststellen.

Öko-Stromtarife


Seit vor einiger Zeit der Strommarkt liberalisiert wurde, können Verbraucher sich ihren Stromanbieter aussuchen. Man ist jetzt nicht mehr an den lokalen Energieversorger, also die örtlichen Stadtwerke gebunden, sondern kann mit einem beliebigen Energieunternehmen einen Vertrag abschließen. Technisch ändert sich dabei für den Stromkunden gar nichts. Der Strom kommt weiterhin über die gleiche Leitung ins Haus und der lokale Energieversorger ist auch weiterhin dafür verantwortlich und muss z.B. bei Störungen Abhilfe schaffen. Nur auf der Stromrechnung steht jetzt ein anderes Energieversorgungsunternehmen als Absender und – hoffentlich – ein niedrigerer Gesamtbetrag.
Neben den herkömmlichen Tarifen bieten viele der neuen Stromanbieter, die es seit der Liberalisierung des Strommarktes gibt, auch so genannte Öko-Tarife an. Sie sind teurer als die herkömmlichen Tarife, da man mit ihnen (angeblich) Strom aus regenerativen Energiequellen erhält. Das ist jedoch in den meisten Fällen Humbug und die Energieversorger versuchen damit lediglich, ihre Mehrkosten für den Strom wieder herein zu holen, den sie nach dem Energie-Einspeisungsgesetz von Leuten abnehmen müssen, die Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugen.
Wie groß der Ökostrom-Anteil an der gesamten Liefermenge eines Anbieters ist, liegt also nicht daran, wieviele seiner Kunden einen Ökotarif haben, sondern wieviel Erzeuger von Ökostrom ihn in die Pflicht nehmen, ihren Ökostrom anzukaufen. Will man hingegen wirklich etwas für den Ausbau der Nutzung regenerativer Energiequellen wie Wind, Wasser und Sonne tun, sollte man für das Geld, was man für einen Ökostromtarif mehr ausgeben würde, lieber direkt in erneuerbare Energien investieren und dafür etwa Anteile an Windkraftfonds kaufen.
Damit für so etwa möglichst viel übrig bleibt, sollte man sich den für den seinen Wohnort und seinen individuellen Strombedarf günstigsten Stromtarif heraussuchen, was man zum Beispiel mit diesem Tarifrechner machen kann.